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10.04.2020, 12:23 Uhr
Ostergrüße in schwieriger Zeit

„Alles freuet sich und hoffet,
wenn der Frühling sich erneut.“

(Friedrich von Schiller)

 

Schauen wir nach draußen, erblicken wir eine erblühende, aufkeimende, ruhige und sonnige Natur, die sich – so, wie sie es seit mehreren hundert Millionen Jahren tut – völlig unabhängig von uns auf die vielleicht schönste Zeit des Jahres, den Sommer, vorbereitet. Betrachten wir jedoch den obigen Ausspruch von Schiller, so stellen wir fest, dass den meisten Mitbürgern aktuell eher nach Hoffen als nach Freuen zumute ist. Wie wir die Osterfeiertage, das höchste christliche Fest und ein verwachsenes Brauchtum des Innehaltens, in diesem Jahr erleben und erleben werden, ist einmalig.

Zu dem neuartigen Coronavirus wurde schon viel, wenn nicht sogar alles gesagt. Jeden Tag mit neuen Zahlen konfrontiert zu werden, auf allen Kanälen und von jeder Seite mit den neuesten Neuigkeiten beschallt zu werden, ist für viele Menschen erschöpfend. Viel erschöpfender ist für die meisten jedoch die Ungewissheit darüber, wann ein Ende in Sicht ist. Schließlich geht es neben vielen Menschenleben auch um wirtschaftliche Existenzen, Kulturveranstaltungen, soziale Kontakte und die politische Arbeit – kurzum: das Leben, was wir in den letzten 75 Jahren zu lieben gelernt haben.

 

Auch wenn man sicherlich über die ein oder andere Maßnahme und Anordnung im Detail diskutieren kann, denke ich persönlich, dass unsere Umgangsform im Kern völlig richtig und angemessen ist. Jedoch sollten wir uns vergegenwärtigen, dass eine solche beispiellose Einschränkung unserer über Jahrhunderte gewachsenen Grundrechte, auf die wir sehr als Demokraten sehr stolz sind, die Ausnahme bleiben muss.  

 

Bis sich keine wirklichen Entspannungen konkret abzeichnen, wäre es auch falsch, Veranstaltungen neu anzusetzen oder gar durchzuführen. Deswegen sind wir im Ortsvorstand am Mittwoch (natürlich virtuell) darüber übereingekommen, dass alle weiteren Termine bis zur Sommerpause – seien es die Stammtische, die Jahreshauptversammlung oder ein etwaiges Frühsommerfest – erst einmal auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Das schmerzt selbstverständlich, nicht nur wegen der hochinteressanten Gäste wie Bezirksbürgermeister Frank Balzer aus Reinickendorf oder US-Politik-Experte Prof. Christian Lammert von der Freien Universität – sondern auch, weil viele genau wie ich die regelmäßigen Veranstaltungen und das Beisammensein unter Freunden sehr zu schätzen gelernt haben.

 

Daher hilft jetzt nur eins: die Füße in Optimismus still halten, die kleinen Freuden des Lebens genießen und füreinander da sein. Vielleicht erleben und schaffen Sie ja auch Dinge, für die Sie sonst keine Zeit haben – sei es das Sortieren der Plattensammlung, das Bepflanzen des Balkons oder die Reparatur eines alten Fahrrades.

 

Abschließen möchte ich – und das auch für alle Nicht-Gläubigen in unserer Mitgliederschaft – mit einer meiner Lieblingsstellen im Alten Testament, aus dem Buche Jesaja. Denn dort heißt es in Kapitel 40, Vers 31:

 

„Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler,
dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden.“

 

In diesem Sinne: Werden Sie nicht müde! Werden Sie nicht matt! Bleiben Sie alle bei bester Gesundheit und finden Sie Kraft sowie Halt in dieser schwierigen Zeit.

 

Ein gesegnetes Osterfest und mit besten Grüßen

Nils T. Pargmann & der Ortsvorstand der CDU Pankow Süd

aktualisiert von Nils Pargmann, 10.04.2020, 12:25 Uhr

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